Testbericht: TENGA eggs – besser als die eigenen Hände?

SEIN Spielzeug | 18 Mai 2010

Es geht weiter im großen Toytest! Ganz nach Euren Wünschen gibt es heute den Testbericht zu den TENGA eggs. Zwar lagen die im Voting gleich auf mit dem Vibrator “Mona” von Lelo, aber ich fand, die Männer sind auch mal dran! Hinter der Marke TENGA verbirgt sich eine japanischer Hersteller von Sextoys ausschließlich für Männer. Im Jahre 2006 eroberten die sogenannten Onacups (ona = onanieren, cup = Becher) den japanischen Markt mit rasantem Tempo. Kreativer Kopf des nach eigenen Angaben “new adult concept” ist ein Japaner namens Matsumoto. Er wollte ein Toy für Männer entwerfen, welches nicht nur funktionell ist, sondern auch noch stylisch aussieht und nicht in der Ecke der schmuddeligen Billigprodukte landet. Im Jahr 2009 gesellte sich zu den Onacups ein neues innovatives Pordukt, die TENGA eggs, oder auch Onacap (cap = Deckel). Beiden Produkten gemein ist, das Versprechen die Zukunft der Masturbatoren in der Hand zu halten – stylisch, raffiniert, reizend und (vor allem wichtig für Japaner) sauber! Inzwischen sind sämtliche Produkte der Marke TENGA auch auf dem deutschen Markt etabliert. Dies war Grund genug für mich, dem Geheimnis der männlichen Onanie mal etwas zu Leibe zu rücken und mir einen Mann ohne jede Hemmung zu suchen. Die Aufgabe war einfach: das Produkt benutzen, das Erlebte mit dem “üblichen” Handjobs vergleichen und zur Diskussion antreten! Zum Test stand die 6er Packung TENGA eggs. Sie enthält sechs Onacaps mit verschiedenen Strukturen, welche mit den treffenden Namen clicker, wavy, spider, stepper, twister und silky betitelt sind. Jedes dieser Toys ist aus einem speziellen, dehnbaren Silikon hergestellt. Das Innenleben der eggs weist verschiedene Strukturen auf, die unterschiedlich erlebt werden sollen.

clicker wavy spider
stepper twister silky

Nun zu den ersten Eindrücken: Die Verpackung erinnert sehr stark an den klassischen 6er Pack Eier, warum auch das Rad neu erfinden, es gibt keine bessere Methode Eier zu verpacken. Jedes der TENGA eggs sieht auch aus wie ein Ei. Auf der Verpackungsfolie des eggs ist die jeweilige Struktur, welche einen im Innenleben erwartet, abgebildet. Das egg ist schnell ausgepackt, Folie abreißen und die weiße Plastikhülle wie ein Ü-Ei öffen. Im Inneren erwartet einen, ein auf den ersten Blick, komisch wabbeliges, weißes Etwas. Auf den zweiten Blick entpuppt es sich als super softe und fast geruchlose (Ei)Hülle. Im Test waren insgesamt drei der sechs TENGA eggs: spider, silky und stepper. Die Auswahl erfolgte nach persönlicher Vorliebe für die Form des Inneren.

Die Verwendung ist, da ohne Anleitung, intuitiv und simpel. Einfach das mitgelieferte Gleitgel in das Ei füllen und das Ei zwischen den Händen zwirbel um alles schön zu verteilen. Dann kann es auch schon losgehen! Bevor man(n) jedoch das Ei über seinem Prachtstück in Position brachte, galt es erstmal neugierig den Finger darin einzutauchen. Mmmh, ja …fühlte sich feucht und weich an, leider auch etwas kühl, aufgrund des Gleitmittels.

Im Test selber zeigt sich, das das Ei problemlos über die Errektion passt und das Material wirklich schön dehnbar ist. Das Gleitmittel macht das Spiel mit dem Ei superflutschig, wenn es auch gelegentlich etwas davon aus dem Ei läuft. Da das Prinzip des TENGA eggs auf eine Stimulierung der Eichel und des oberen Drittels des besten Stückes ausgelegt ist, könnten Voll-Schaft-Onanierer an ihre Grenzen stoßen, bzw. an die Grenzen des Materials. Obwohl das Material wirklich super dehnbar ist, überlebte den Härtetest nur 1 egg (silky). Mit Zunahme der Lust und daraus resultierender Frequenzerhöhung achtet man(n) nicht mehr so auf die Belastbarkeit des Materials. In der Folge “entjungfert” man(n) es. Im weiteren Gebrauch leidet die bis dato aufgestaute Lust jedoch nicht darunter. Eigentlich ist es in der Anwendung sogar praktischer, da man das Ei nun über die gesamte Länge des Schaftes schieben kann. Lediglich im punkto Sauberkeit ist man mit dem entjungferten Ei wieder auf dem alten Stand angekommen…alles landet überall, nur nicht im Ei. Denkt man(n) in seiner Technik um, so reultiert das in einem äußerst stimulierendem und auch sauberen Erlebnis. Hinterher stellt sich nur noch die Frage wegwerfen, oder ausspülen und wiederverwenden.

Das Fazit des Testers: Die TENGA eggs sind eine lustvolle Abwechslung im tristen Onaniedasein. Jedoch ist von den verschiedenen Strukturen nicht viel zu spüren. Es bleibt fraglich, ob sensiblere Männer einen Unterschied erfühlen können. Dafür ist das Onanieren mit Gleitgel eine Bereicherung und wenn beim Höhepunkt alles an seinem Platz landet, also im Ei,  zudem eine saubere Sache. Es ist zwar ein neues Toykonzept, stylisch, reizend und sauber, aber ob man(n) dafür Geld ausgeben will, muss letztendlich jeder selber wissen.

(Quelle der Produktbilder: www.tenga-toys.com, Titelbild © Florentine Winter)

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