Im Interview – Lara Sailor

Interviews | 18 Jun 2010

Ich freue mich, das ich Euch die Frau hinter “Paradies der Lust präsentieren darf. Lest hier ein kurzes Porträt von Lara Sailor:

Frau Sailor, Ihr Buch „Paradies der Lust“ ist in diesem Frühjahr erschienen. Ist dies Ihr erstes erotisches Werk, oder kann man bereits andere Werke aus Ihrer Feder lesen?
Es ist mein erstes erotisches Werk, das gedruckt wurde. Geschrieben habe ich vorher schon, aber dies ist nun mein erster veröffentlichter erotischer Roman.

In Zeiten der Wirtschaftskrisen werden auch die Verlage, gerade gegenüber neuen Autoren, vorsichtiger. Erzählen Sie von Ihren Erfahrungen. Wie haben Sie die Verlagssituation erfahren?
Da kann ich nichts zu sagen, da ich als Autorin natürlich nicht in wirtschaftliche Belange des Verlags eingebunden bin.

Bitte erzählen Sie mir doch, wie Sie zum Schreiben gefunden haben und was Sie im Besonderen an dem Schreiben erotischer Texte reizt!
Geschrieben habe ich schon immer gerne, erst mal aber mehrere Genres durchprobiert und nur Kurzgeschichten geschrieben. Irgendwann wurden die Texte dann von ganz alleine immer länger.
Erotisch ist der Roman, weil es einfach zum Plot passte – oder der Plot zur Erotik. Die Idee war da und ich wusste, das werde ich nicht als Krimi oder Thriller oder sonst was schreiben, sondern eben als erotischen Roman.

Meist hat jeder Künstler eine Muse. Haben Sie sich von anderen Autorinnen erotischer Lektüre inspirieren lassen oder gibt es andere Inspirationsquellen?
Ich lese sehr gerne und viel, aber als Inspiration dienen mir dann doch ganz andere Sachen als Bücher. Das kann einfach etwas sein, das ich sehe, wenn ich aus dem Fenster gucke oder draußen bin. Und es muss nicht einmal etwas mit der Idee, die ich dann habe, zu tun haben. Ist schwer zu erklären, aber ich komme von einem Gedanken auf den anderen und so kommen dann auch Ideen.

Viele Autoren erotischer Literatur schreiben unter einem Pseudonym. Dies erlaubt Ihnen eine klare Abgrenzung zu ihrem alltäglichen Umfeld. Haben Sie sich bei der Entscheidung für das erotisches Schreiben bewusst für ein Pseudonym entschieden?
Ja, aus zwei Gründen. Der eine ist offensichtlich: Mein Name taugt nicht besonders dafür, auf einem erotischen Roman zu stehen. Der Vorname vielleicht noch, weshalb ich ein paar Buchstaben davon behalten habe, aber der Nachname ganz und gar nicht.
Der andere Grund ist, dass ich es halt schon gerne anonym halten möchte.

Können sich Ihre Leser auf neue Werke von Ihnen freuen? Gibt es weitere geplante Projekte, vielleicht eine Lesung?
Lesung nicht, nein, ich denke, erotische Texte eignen sich da doch nur bedingt für. Jedenfalls ist es für mich ein Unterschied, ob ich Erotik schreibe oder laut fremden Leuten vorlese. Ich glaube, da würde ich knallrot werden und denken „Oh nein, DEN Satz kann ich jetzt auf keinen Fall so, wie ich ihn geschrieben habe, laut aussprechen.“
An weiteren Texten schreibe ich aber natürlich.

Ich danke Ihnen für Ihre Zeit und wünsche Ihnen viel Erfolg für die Zukunft.
Ich danke Ihnen ebenfalls.

(Bildquelle: Michael Schuster / pixelio.de)

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